Interview Irena Stirnemann, Case Managerin

Case Management Irena Stirnemann
Irena Stirnemann ist bereits seit vier Jahren Teil des ARISCO Case Managementteams. In unserem Interview beschreibt die ausgebildete, systemische Kurzzeittherapeutin ihre Aufgaben und Herausforderungen als Case Managerin. Dabei betont sie nicht nur die Wichtigkeit für den betroffenen Arbeitnehmer oder die betroffene Arbeitnehmerin, sondern zeigt auch Vorteile für das ganze Unternehmen auf.

Hallo Irena, kannst du deinen Werdegang und das ARISCO Case Managementteam kurz vorstellen?

Hallo, ich bin Irena Stirnemann und arbeite als freiberufliche Case Managerin bei ARISCO. Ursprünglich hatte ich die kaufmännische Lehre abgeschlossen und nachher als Direktionsassistentin gearbeitet. Nach der Auszeit als Mami und Familienfrau suchte ich eine neue Herausforderung und drückte für fünf Jahre die Schulbank am ZIS (Zentrum für interdisziplinäre Systemtherapie), um eine Ausbildung als Kurzzeittherapeutin abzuschliessen. Dieses erworbene Wissen und die Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag ermöglichen es mir, mich sowohl in die Arbeitgeber-, wie auch in die Arbeitnehmerrolle hinein zu versetzen. Das Versicherungsfachwissen habe ich mir mit Hilfe von Kursen angeeignet. Zudem kann und konnte ich auf das breite Wissen unserer ARISCO FachspezialistInnen zurückgreifen.

Im ARISCO Case Managementteam sind alle beteiligten Mitarbeitenden gleichgestellt. Mit mir im Team arbeitet Eva Fischbacher. Gemeinsam bilden wir eine Beratungsstelle für verunfallte oder erkrankte Mitarbeitende und deren Arbeitgeber.

Was genau ist Case Management und wie sieht deine Rolle darin aus?

Das Ziel unseres Case Management ist es, die Arbeitgeber und Mitarbeitenden durch eine unabhängige Begleitung zu unterstützen, so dass die betroffenen Personen (wir nennen sie Klienten) reintegriert werden können. Der Arbeitgeber profitiert vom Erhalt des Mitarbeitenden, sowie dessen Know-how in der Unternehmung. Die Mitarbeitenden bekommen eine Vertrauensperson zur Seite, welche sie in administrativen und psychischen Prozessen unterstützt und sich beim Arbeitgeber für sie einsetzt.

Als Case Managerin bin ich der Dreh- und Angelpunkt zwischen dem Klienten und dessen Arbeitgeber, den Versicherern, der IV-Stellen, aber auch den Ärzten und anderen involvierten Personen und Institutionen. Zusätzlich steuere ich den Fall aber auch im Sinne eines "Point of Entry" und kontrolliere, welche Infos wohin gehen und welche Fachleute beigezogen werden.

Was vermag ein gutes Case Management zu leisten?

Oberstes Ziel des Case Managements ist die Rückführung betroffener Klienten in das normale Arbeitsleben. Dies sollte nicht möglichst schnell, sondern möglichst gut und nachhaltig geschehen. Ist eine Reintegration nicht möglich, so übernehmen wir auch die Verhandlungen betreffend den IV-Leistungen, Neuorientierung und weiteres Vorgehen mit den entsprechenden Ämtern.

Ein gutes Case Management sollte schnell reagieren, um den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin kompetent und professionell zu begleiten. Konkret bedeutet das, dass wir uns innerhalb von 48h nach Eingang der Abwesenheitsmeldung bei der betroffenen Person melden. In Absprache mit allen Beteiligten erstellen wir nach dem Erstgespräch einen Handlungsplan. Darin werden Massnahmen geplant und Ziele gesetzt. Gleichzeitig beginnt die Koordination unter den Beteiligten. Dabei werden Standortgespräche mit den involvierten Stellen geführt, um die Reintegration zu gewährleisten. Fortwährend halten wir als Case Manager-Innen mit den involvierten Stellen Kontakt und bleiben Hauptansprechpartner bis zur vollständigen Reintegration oder anderen Lösungen für den Klienten.

Wieso sollte ich als Kunde auf ein unabhängiges Case Management setzen, wenn beispielsweise auch Krankentaggeld-Versicherungen ähnliche Dienst anbieten?

Ein grosser Vorteil unseres ARISCO Case Managements ist, dass wir im Gegensatz zum Case Management von Versicherern keine Triage-Kriterien bei der Auswahl unserer Klienten anwenden müssen. Das bedeutet, dass sich unser Betreuungsangebot nicht auf die Personen mit beispielsweise hohen Löhnen oder Kaderstellen beschränkt, sondern alle Mitarbeitenden einer Unternehmung von unserer Betreuung profitieren können.

Zusätzlich bietet unser unabhängiges Case Management den Vorteil, dass sich die Ansprechpersonen im Falle eines Wechsels des Krankentaggeld-Versicherers nicht ändern. Wenn das Case Management der Versicherung angehängt ist, ändert sich mit einem neuen Versicherer auch der zuständige Case Manager. Das heisst, dass wir immer die Vertrauensperson für die Mitarbeitenden unserer Kunden bleiben, egal für welchen Versicherer sich der Arbeitgeber entscheidet.

Was kostet mich ein Case Management als Kunde/Arbeitgeber?

Die für den Arbeitgeber anfallenden Kosten hängen davon ab, ob wir unseren Aufwand vom Krankentaggeldversicherer entschädigt erhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, erlauben wir uns, dem Arbeitgeber unsere Dienstleistungen in Rechnung zu stellen. Bei den Kostenüberlegungen sollte zudem in Betracht gezogen werden, dass ein Verzicht auf ein Case Management sehr oft teurer zu stehen kommt, als das Case Management selber (längere Ausfälle der Mitarbeitenden, erschwerte Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden etc.).

Welche Vorteile bietet ein Case Management der ARISCO für Mitarbeitende?

Generell profitiert die betroffene Person bei uns von einer kompetenten Betreuung, sowohl auf psychologischer Ebene als auch bei der Reintegration ins Arbeitsleben.

Durch ein Case Management der ARISCO haben Mitarbeitende und Arbeitgeber eine Ansprechperson mit einer psychologischen Ausbildung, was gerade bei psychisch erkrankten Personen von grosser Bedeutung ist. Diese Ausbildung wird nicht bei allen Case Management-Anbietern verlangt, ist bei ARISCO aber ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Verunfallten oder erkrankten Personen helfen wir bei der Orientierung im Ämterdschungel von AHV, IV, SUVA etc. und können beispielsweise bei einer Prämienbefreiung und beim Ausfüllen von Dokumenten helfen.

Welche Vorteile bietet ein Case Management für Arbeitgeber?

Grundsätzlich werden in erster Linie die HR Abteilungen und die darin involvierten Personen entlastet, welche oft die Ressourcen nicht haben, sich um ihre kranken oder ausgeschiedenen KollegInnen zu kümmern. Ich verstehe mich aber auch als Sparring-Partner, welcher den Arbeitgeber frühzeitig über Rückkehrer oder Langzeitausfälle informieren kann, wenngleich ich natürlich keine medizinischen Details nennen darf. Dies vereinfacht die Personalplanung des betroffenen Unternehmens ungemein.

Vielen Dank für das Interview, Irena!

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Gerne unterstützen wir Sie bei der Betreuung und Reintegration Ihrer ausgefallenen Mitarbeitenden.

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Irena Stirnemann

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+41 79 731 50 02

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irena.stirnemann@arisco.ch

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