Risikomanagement

Eine unternehmerische Perspektive auf Nachhaltigkeit

ARISCO Nachhaltigkeitsrisiken
Dass sozialer Zusammenhalt und das entsprechende Handeln auch im Tierreich weit verbreitet sind, zeigt sich nicht zuletzt bei Zebras. Deren soziale Gemeinschaft schützt die Tiere in freier Wildbahn vor möglichen Fressfeinden. Im Umkehrschluss bedeutet das: Ein einzelnes Zebra ist einer unbarmherzigen Natur schutzlos ausgeliefert. Instinktiv wissen Zebras dies. Sie suchen den Schutz der Gruppe und helfen einander. Dieses nachhaltige Handeln sichert den Zebras den Fortbestand.

Von diesem Verhalten können viele Managerinnen und Manager sowie ihre Unternehmen einiges lernen. Denn gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen sich inmitten geopolitischer Verwerfungen vermehrt schützen und gegen potenzielle wirtschaftliche, ökologische und soziale Risiken wappnen. Geeignet erscheint in diesem Kontext ein nach vorne gerichtetes Nachhaltigkeits-Risikomanagement. Analog zu den Zebras können sich auch Unternehmen in der Gruppe gegenseitig absichern, etwa indem Risiken auf viele Schultern verteilt werden: der Grundgedanke jeder Versicherung. Wichtig auch, um neue Chancen zu erkennen und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern – im Sinne eines nachhaltigen Denkens und Handelns.

Mancher Entscheidungsträger wird dem widersprechen, doch über Management-Worthülsen kommt die eine oder andere Organisation nicht hinaus. Da ist aktuell viel die Rede von ökonomischen Herausforderungen und der Zeitenwende. Eine weitere Vokabel in diesem Kontext ist die der Nachhaltigkeit. Alles scheint nachhaltig. Dabei zeigt sich im fast inflationären Sprechen über nachhaltiges Denken und Handeln, dass es an einem grundsätzlichen Gesamtverständnis darüber fehlt, was Nachhaltigkeit in Summe für eine Organisation bedeutet. Nachhaltigkeit bedeutet für Unternehmen zunächst einmal „Überleben“ und einen wirksamen Umgang mit Risiken, um die Robustheit der Organisation abzusichern. Zu wenige KMU machen sich aber Gedanken darüber, welche Handlungen daraus abzuleiten sind.


Von der Agenda 2030 und dem unternehmerischen Handeln


Bestes Beispiel ist das Thema einer nachhaltigen Unternehmensstrategie. Dieser Nachhaltigkeitsgedanke wird vermehrt von der Politik, der Gesetzgebung, aber auch von Wirtschaftspartnern und Verbrauchern gefordert. So ist beispielsweise in der Schweiz die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) als konkretes Ziel festgeschrieben und soll bis 2030 global und von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden. Hinter den SDGs stehen „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ – von der Armutsbekämpfung über Gesundheit und Wohlergehen bis zu nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern sowie Schritten zu einem besseren Klimaschutz. Mit Blick auf die Agenda 2030 sowie weitere internationale Verpflichtungen und Abkommen müssen Unternehmen den Fokus verstärkt auf nachhaltigere Arbeits- und Produktionsbedingungen sowie Investments legen.

Das heisst, dass Nachhaltigkeit mehr bedeutet als Umweltschutz und CO2-Einsparungen. Im Mittelpunkt des Begriffs steht vielmehr die nachhaltige Entwicklung des Gesamtunternehmens vor dem Hintergrund eines verantwortungsbewussten Umgangs mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Es geht um das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen wirtschaftlicher, umweltbezogener sowie sozialer Ziele. Für Unternehmensentscheidungen sollten vor diesem Hintergrund Strategien im Zentrum stehen, die nicht erst bei nachhaltigen Produktionsprozessen ansetzen. Vielmehr steht die komplette Bandbreite unternehmerischen Handelns im Zentrum – von Investitionen in erneuerbare Energien über die Einhaltung sozialer Arbeitsrechte (in allen Produktions- und Dienstleistungsstandorten) bis zum Nachhaltigkeitsmanagement auf der Geschäftsführungsebene.


Unwissenheit schützt nicht vor Risiken


Eine durchgängige und zugleich gelebte Nachhaltigkeitsstrategie ist längst nicht nur ein Thema für Konzerne, sondern auch für KMU. Dies erklärt sich auch aus der Tatsache heraus, dass laut dem Bundesamt für Statistik über 99 Prozent der Schweizer Unternehmen zu den KMU zählen. Damit bilden diese Firmen das wirtschaftliche Fundament der Schweiz und müssen sich den wirtschaftlichen, ökologischen sowie sozialen Herausforderungen ebenso stellen wie multinationale Grossunternehmen. In diesem Zusammenhang titelte die Hochschule Luzern in einem Beitrag vom Sommer 2021: „Nachhaltigkeit in KMU – zwischen Pflicht und Kür“. Der Beitrag kommt zum Schluss: „Unternehmen stehen vermehrt unter der Beobachtung von Gesellschaft und Politik, was nachhaltiges Handeln betrifft. Während multinationale Firmen sich mit diesen Anliegen bereits länger auseinandersetzen (müssen), ist das Thema für viele KMU eher neu.“

Doch Unwissenheit schützt nicht vor Risiken. Und somit müssen sich Manager, Unternehmerinnen und Firmeninhaber mit einem durchgängigen Nachhaltigkeitskonzept im Zuge funktionierender Risikomanagementstrukturen in der eigenen Organisation auseinan­dersetzen. Denn „Nachhaltigkeitsrisiken sind omnipräsent“, wie es die „Neue Zürcher Zeitung“ am 18. September 2021 auf den Punkt brachte. Zudem bietet laut dem KMU-Portal der Weg zu mehr Nachhaltigkeit für ein KMU die Gelegenheit, „seine Produktivität zu erhöhen und seine Ökobilanz zu verbessern“.


Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil des Risikomanagements


Damit dies gelingt, muss das Nachhaltigkeitsthema integraler Bestandteil des Risikomanagements sein. Eine Aufgabe, die von der Geschäftsführung in enger Zusammenarbeit mit dem Risikomanagement initiiert werden sollte – vor allem mit Blick auf die Einführung und Überwachungspflicht des Gesamtrisikomanagements. Dazu braucht es ein gemeinsames Verständnis von (gelebten) Risikomanagementstrukturen und die dazu notwendige Unternehmenskultur. Das bedeutet, ausgehend von der Unternehmensführung bis zu den Mitarbeitenden in den Fachbereichen, alle frühzeitig in den Risikomanagementprozess einzubinden. Denn es braucht einen Konsens darüber, welche Risiken bestehen und wie diese mit dem Nachhaltigkeitsthema zusammenhängen. Oder wie es das Schweizer Bundesamt für Umwelt, kurz BAFU, schreibt: „Ein erfolgreiches Risikomanagement setzt einen intensiven Risikodialog unter allen beteiligten Akteuren voraus.“

Diesen Kommunikations- und Veränderungsprozess hin zu einem fortschrittlichen Nachhaltigkeits-Risikomanagement begleitet ARISCO mit ihrem innovativen Beratungsansatz. Dank diesem Ansatz bietet ARISCO ihren KMU-Kunden optimale Lösungen – inmitten eines dynamischen und komplexen Umfeldes. Flankiert von einem dynamischen Risikomanagementinformationssystem unterstützt ARISCO mit Hilfe eines ganzheitlichen Risikomanagementprozesses von der Risikoidentifikation und -bewertung bis zur Kontrolle (potenzieller) Risiken. Das schafft Freiraum für Unternehmen, um von der Risiko- zur Chancensicht zu gelangen. Denn ein nachhaltiges Handeln sichert den Fortbestand. Nicht nur bei Zebras.


Ihre Ansprechperson:

Robert Ebel

Robert Ebel

Partner / Marktgebietsleiter / International Desk Manager

Executive MBA (UZH)

CAS in Insurance Broking

+41 41 545 68 70

+41 41 545 68 70

robert.ebel@arisco.ch

Ganz schön praktisch

Die Kontaktdaten Ihres Beraters stets griffbereit.
Meinen persönlichen Berater wählen
| |
profil
Wählen Sie Ihren persönlichen Berater